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Winterprogramm 2019-2020
15.12.2019 – 03.05.2020

Unfinished Histories: The Better Alchemists

A contemporary response to Leonhard Thurneysser,

Haytham El-Wardany und Monika Rinck

15.12.2019 – 30.01.2020
Unfinished Histories Vol. V [Exhibition]
Leonhard Thurneysser's Rätsel

01.02. – 03.05.2020
Unfinished Histories Vol. VI [Exhibition]
Haytham El-Wardany, Monika Rinck

02.05– 03.05.2020
The Better Alchemists in Dialogue [Symposium]

Unter dem Titel »The Better Alchemists. Contemporary Artists Respond to Leonhard Thurneysser« beginnt am 15. Dezember 2019 in der Ruine der Franziskaner Klosterkirche (Klosterruine) das aktuelle Winterprogramm von »Unfinished Histories« . Es eröffnet mit den Rätselreimen des Alchemisten Thurneysser (Vol. V,) und setzt sich von Februar bis zum ersten Maiwochenende fort mit Texten von Monika Rinck und Haytham El-Wardany (Vol. VI.). Die Autor*innen sind als »The Better Alchemists« eingeladen, sich mit auch von Thurneysser verwendeten Herangehensweisen auseinanderzusetzen.

Der 1531 geborene Thurneysser betrieb im Kloster die erste Druckwerkstatt Berlins und ein Laboratorium, er legte einen botanischen Garten an, war Leibarzt des brandenburgischen Kurfürsten und beschäftigte sich mit Alchemie, Botanik, Astrologie, Metallurgie, Sprachen und Schriften uvm. In seinen Druckwerken verband er diverse Wissensgebiete und nutzte dabei nicht nur verschiedene Wissenstraditionen, sondern auch unterschiedliche Schriften (lateinisch, arabisch, hebräisch). Er beschäftigte sich intensiv mit Sprache und Schrift – unter anderem in einem von ihm herausgegebenen Wörterbuch –, nutzte originelle paratextuelle Verfahren und lobte aus der Perspektive des Übersetzers die Vielfältigkeit der Sprachen als „Wunder Gottes“.

Das Winterprogramm knüpft in den kommenden Monaten an diese Verfahren an – und weniger an die sehr streitbare Person Thurneysser.

Mit der Alchemie wurde im 16. Jahrhundert auch das Verhältnis von Göttlichem und Menschenmöglichem, Gegebenem und Poetischem, Natur und Kunst neu verhandelt. Diese Auseinandersetzungen werden Anfang Mai in einem Symposium vertieft.

Das von Katja Kynast und Hauke Zießler kuratierte Programm ist der Teil der mehrjährigen Reihe »Unfinished Histories«, in der das Verhältnis von Geschichte zum Poetischen erforscht wird.

Mittelpunkt der Ausstellung ist eine multimediale LED-Installation auf der Innenfläche der Klosterruine. Die Ausstellung ist während der saisonalen Schließung der Klosterruine bis zum 3.Mai 2020 täglich zwischen 10 und 22 Uhr von außen einsehbar.