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Durch die gegenwärtigen Debatten um die historische Mitte Berlins und die städtebaulichen Planungen für den Molkenmarkt erfährt das Baudenkmal große Aufmerksamkeit. Im Mai 2016 hat das Berliner Abgeordnetenhaus den Bebauungsplan für den Bereich Molkenmarkt/Klosterviertel verabschiedet, der das Gebiet um die Ruine neu ordnen und sich dabei an den historischen Stadtgrundrissen orientieren soll.

Vor diesem Hintergrund hat der Bezirk Berlin-Mitte, in dessen Fachvermögen sich die Ruine der Franziskaner Klosterkirche befindet, im Rahmen eines transdisziplinären Workshops im Juni 2016 unter Leitung des Architekten Prof. Philipp Oswalt ein Konzept für die zukünftige Nutzung der Klosterkirchenruine entwickelt. Ziel des Workshops war es, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten, das die historischen Gegebenheiten der Klosterruine als eines der letzten erhaltenen Zeugnisse der Gründungsgeschichte Berlins mit gegenwärtigen Debatten um die historische Mitte Berlins und die städtebaulichen Planungen um den Molkenmarkt verbindet. Mitgedacht wurden zudem zeitgenössische künstlerische Perspektiven, die das Portfolio des kulturellen Angebotes der Klosterruine erweitern. Beteiligt waren über 30 Vertreter*innen aus Kultur, Stadtentwicklung, Wissenschaft und Verwaltung. Das Ergebnis liegt als 88-seitige Dokumentation vor.

Download Dokumentation Workshop

Am Workshop beteiligt waren Kulturschaffende und Expert*innen wie Kaspar König (freier Kurator), Hannah Hurtzig (Kuratorin Mobile Akademie) und Prof. Stefan Breitling (Bauforscher, Universität Bamberg), Vertreter*innen von Berliner Kulturinstitutionen wie Moritz van Dülmen (Kulturprojekte Berlin), Dr. Nele Güntheroth (Stiftung Stadtmuseum), Brigitte Thies-Böttcher (Schule zum Grauen Kloster) sowie Vertreter*innen des Landes Berlin und des Bezirks Mitte wie Helge Rehders (Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten), Dr. Ingrid Wagner (Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten), Prof. Jörg Haspel (Landeskonservator) und Manfred Kühne (Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Umwelt).

Was von der Geschichte der Ruine der Franziskaner Klosterkirche als „archäologisches Fenster“ öffentlich zugänglich wird, werden nächste Planungen des Landesdenkmalamtes zeigen. Bis dahin bleibt die Klosterkirchenruine in den frostfreien Monaten weiterhin offen für die vielen Besucher*innen, die jährlich zu Tausenden den Standort besuchen.

Auch in den folgenden Jahren werden regelmäßig Künstler*innen eingeladen, die sich mit den Umgestaltungsprozessen der Stadt beschäftigen und zugleich einen Bogen zwischen Kulturgeschichte und der sich ausdehnenden, schwer fassbaren Gegenwart ziehen. So wird es spannend bleiben, bis die Ausgrabungen im Bereich des Molkenmarkts uns für eine neue Perspektive auf die Stadt verpflichten, an deren Anfang die Klosterkirche des ehemaligen Franziskaner stand.