×
Text on a computer-generated image of bubbly, blurred black that somewhat resembles black oil. The text, in very pale gray, serif font, reads: God is an Asphyxiating Black Sauce. Johanna Hedva. 20 June - 3 August. Klosterruine Berlin.
20.06.2020-03.08.2020

God Is an Asphyxiating Black Sauce

Johanna Hedva feat.
William Fowler Collins, Anja Kanngieser, Geneva Skeen, Gabie Strong & Pauline Lay, Johannes Beck and Universal Solvent Studios

 

Zur Sommersonnenwende, am 20. Juni, eröffnet in der Klosterruine die erste Einzelausstellung von Johanna Hedva in Deutschland. Hedva ist ein*e Künstler*in, Schriftsteller*in, Musiker*in und Astrolog*in. In der künstlerischen Praxis setzt sich Hedva mit radikalen Durchlässigkeiten des Körpers auseinander und versucht, dessen Beziehung zu Zeit, Kapitalismus, Tod, Nichts und dem Kosmos zu erkunden.

Für die Ausstellung God is an Asphyxiating Black Sauce verbindet Hedva neue und unveröffentlichte Klangstücke von Freund*innen und Kolleg*innen mit eigenen, ortsbezogenen und sich verwandelnden Musik- und Textwerken. Verschiedene Versionen der Ausstellung lassen sich aus der Entfernung und vor Ort, virtuell und telepathisch erfahren. Die Installation setzt Hedvas Suche nach dem Aufbrechen der unheiligen Einheit von Zeit und Produktivität fort und schafft eine Klanglandschaft aus Noise, Musik und Sprache, die das Unendliche anstößt und anheult. Wie fühlt sich diese Abwesenheit an, wie klingt sie, diese schwarze Soße, die unter, durch, ohne und in unserer alltäglichen Zeit fließt? Existiert Abwesenheit eigentlich? Oder ist sie nicht immer durchsetzt mit Geschichten, Erinnerungen und Geistern?

Ein Teil der Ausstellung ist eine eigens eingerichtete Website, welche unter godsauce.black abrufbar ist.

Johanna Hedva, aufgewachsen in L.A. in einer Familie von Hexen, und heute zwischen L.A. und Berlin lebend, ist ein*e koreanisch-amerikanische*r Schriftsteller*in, Künstler*in, Musiker*in, und Astrolog*in. Hedva ist Autor*in des Romans „On Hell”. Das Buch „Minerva and the Miscarriage of the Brain”, welches Hedvas Arbeit der letzten zehn Jahre, bestehend aus Gedichten, Performances und Essays, dokumentiert, erscheint im September 2020. Das Essay „Sick Woman Theory”, publiziert 2016 in Mask, wurde bislang in 6 Sprachen übersetzt, und Texte des Künstler*in wurden in Triple Canopy, frieze, The White Review und dem Asian American Literary Review abgedruckt.

Arbeiten von Hedva wurden unter anderem am Institute of Contemporary Arts in London, Performance Space New York, the LA Architecture and Design Museum und dem Museum of Contemporary Art on the Moon ausgestellt. Hedvas EP „The Sun and the Moon“ wurde im März 2019 veröffentlicht. Johanna Hedvas LP „Black Moon Lilith in Pisces in the 4th House”, ein doom-metal Gitarren- und Gesangs-Trauerritual, welches von koreanischem Schamanismus beeinflusst ist, erscheint im November 2020 bei Crystalline Morphologies.