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Win­ter­pro­gramm in der Ruine der Franziskan­er Klosterkirche

Während der Win­ter­monate von Novem­ber 2017 bis März 2018 ist die Ruine der Franziskan­er Klosterkirche nicht zugänglich. Der Außen­raum des Bau­denkmals kann jedoch durch das geschlossene Ein­gangstor bestaunt wer­den: weit­er­hin gezeigt wird die zehn Meter hohe Skulp­tur »Radi­a­tor« des dänisch-deutschen Kün­stler­du­os Borgman | Lenk, deren Laufzeit ver­längert wurde. Zudem hüllt die Architek­turbeleuch­tung des Licht- und Ton­de­sign­ers Mar­tin Bre­tag die Kirchen­ruine in den Abend­stun­den seit dem ersten Advent in ein atmo­sphärisches Licht. Skulp­tur und Lichtin­stal­la­tion wer­den bis zur Wieder­eröff­nung der Ruine im Früh­jahr 2018 täglich zu sehen sein.


Als eines der let­zten erhal­te­nen Zeug­nisse der Grün­dungs­geschichte Berlins gehört die Ruine der ehe­ma­li­gen Franziskan­er Klosterkirche zu den wichtig­sten Bau­denkmälern der Stadt Berlin, die öffentlich zugänglich sind und kul­turell genutzt wer­den.

Inmit­ten ein­er Stadt, die in ihrem his­torischen Zen­trum über die Jahrhun­derte gravierende Verän­derun­gen verze­ich­nen musste, gilt der Baukör­p­er der Ruine der Klosterkirche als her­aus­ra­gen­der Ori­en­tierungspunkt in der Berlin­er Stadtar­chitek­tur. Kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Kloster­an­lage durch Luftan­griffe weit­ge­hend beschädigt und zer­stört. Die verbliebe­nen Gebäud­er­este des Klosters wur­den bis in die 1960er-Jahre gesichert und später im Zuge der Erweiterung der Gruner­straße abge­tra­gen. Auss­chließlich die baulichen Über­reste der Klosterkirche wur­den von der DDR als Mah­n­mal gegen den 2. Weltkrieg erhal­ten und in den 1980er-Jahren im Rah­men der 750-Jahrfeier Berlins restau­ri­ert und somit vor dem schnellen Zer­fall bewahrt.

Eine umfan­gre­iche Sanierung der mit­te­lal­ter­lichen Gebäudesub­stanz erfol­gte in den Jahren 2002 bis 2004 aus Mit­teln der Deutschen Klassen­lot­terie Berlin. Jet­zt erhält die Ruine der Klosterkirche mit dem aktuellen Bebau­ungs­plan, der im Bere­ich rund um das Kloster­vier­tel und den Molken­markt an his­torische Grun­drisse von Berlin anknüpfen will, wieder eine viel­beachtete stadträum­liche Bedeu­tung. Die archäol­o­gis­che Sondierung der his­torischen Kloster­an­lage hat gut erhal­tene Fun­da­mente des Kreuz­ganges und Kapitel­haus­es an der Nord­wand der Ruine ent­deckt, die Berlin­er Stadt­geschichte ein­drück­lich machen.

Wie diese baulichen Über­reste dauer­haft sicht­bar gemacht und für öffentlich­es Pub­likum anschaulich ver­mit­telt wer­den sollen, nimmt einen wichti­gen Teil der Werk­stattphase ein, die gegen­wär­tig als eine Art eine „Denkmal­sakademie auf Zeit“ entwick­elt wird. Mit der Ausstel­lungsrei­he [state­ment & dia­logue] wer­den in der Kirchen­ruine des mit­te­lal­ter­lichen Klosters aus­gewählte, site-spez­i­fis­che Arbeit­en gezeigt, die sich mit den Mit­teln der zeit­genös­sis­chen Kun­st zu diesem einzi­gar­ti­gen Bau­denkmal Berlins, dessen beson­der­er Architek­tur und Geschichte auseinan­der­set­zen.


Ruine der Franziskan­er                           
Klosterkirche                                            
Kloster­str. 73a                                             
10179 Berlin

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