Vermittlung

Publikumsgespräch im Rahmen der KGB Kunstwoche

Am Mittwoch, 13. Sep­tem­ber 2017 find­et um 15 Uhr ein Pub­likums­ge­spräch in der Ruine der Franziskan­er Klosterkirche statt. Im Rah­men der bezirk­süber­greifende KGB-Kunst­woche (08. bis 17.09.2017) wer­den die Kün­st­lerin­nen und Kün­stler der aktuellen Ausstel­lung [state­ment & dia­logue IV], Anna Borgman und Can­dy Lenk sowie Ange­li­ka Mid­den­dorf gemein­sam mit Philipp Oswalt (Architekt und Pub­lizist), Man­fred Kühne (Sen­atsver­wal­tung für Stad­ten­twick­lung und Wohnen) und Sabine Weißler (Bezirksstadträtin für Weit­er­bil­dung und Kul­tur, Umwelt, Natur, Straßen und Grün­flächen) über Kun­st, Architek­tur und Städte­bau am Beispiel der Ruine der Franziskan­erk­losterkirche disku­tieren.

Mod­eriert wird das Gespräch von Jour­nal­ist und Architek­turkri­tik­er Niko­laus Bernau.

Führung für Schulklassen

Besuch der Klosterruine, Stadtspaziergang und Besuch des Märkischen Museums

Bild: © Grit Hachmeis­ter

Die Stiftung Stadt­mu­se­um bietet in Koop­er­a­tion mit dem Fach­bere­ich Kun­st und Kul­tur des Bezirk­samts Mitte von Juni bis Sep­tem­ber Komb­iführun­gen für Schulk­lassen in der Ruine der Franziskan­er Klosterkirche und dem Märkischen Muse­um an. In der 2,5 stündi­gen Führung kön­nen Schü­lerin­nen und Schüler spielerisch die Stadt­geschichte Berlins entschlüs­seln.

Warum ste­ht im Berlin­er Zen­trum, unweit des Fernse­hturms, eine alte Kirchen­ruine? Im Mit­te­lal­ter vor über 700 Jahren kamen Mönche in grauen Kut­ten, die Franziskan­er, nach Berlin und baut­en am Stad­trand das „Graue Kloster“. Nach der Ref­or­ma­tion im 16. Jahrhun­dert wurde das Kloster still­gelegt und der berühmte Gold­schmied und Druck­er Leon­hard Thurneiss­er wohnte, arbeit­ete und grün­dete Berlins erste Druck­erei in den Räu­men. Kurz danach wurde dort auch das erste städtis­che Gym­na­si­um von Berlin gegrün­det. Im Zweit­en Weltkrieg wurde die Anlage zer­stört und ste­ht nun als Bau­denkmal und als eines der let­zten erhal­te­nen Zeug­nisse des alten Berlins. Noch heute erzählen die alten Gemäuer aus Back­steinen, Grab­denkmäler und Inschriften­reste viele Geschicht­en, die in der Führung spielerisch entschlüs­selt wer­den. Nach der Besich­ti­gung und Erforschung der Ruine der Klosterkirche führt ein Spazier­gang vor­bei an der mit­te­lal­ter­lichen Stadt­mauer und über die Spree zum Märkischen Muse­um. Hier kön­nen orig­i­nale Objek­te aus der Klosterkirchen­ruine wie eine Grab­plat­te des ältesten Berlin­ers, dem Großkauf­mann Con­rad von Beelitz, das Tauf­beck­en aus der alten Klosterkirche und die Reste von einem wichti­gen Hau­sein­gang ent­deckt wer­den. Auch auf den Berlin­er Stadt­mod­ellen lässt sich das Kloster im Wan­del des Stadt­bilds ent­deck­en und so die Stadt­geschichte Berlins erzählen.

Schüler­führung: 3.- 6. bzw. 7.–10. Klasse
Dauer:
2 ½ Stun­den (9.00 Uhr — 11.30 Uhr)
Tre­ff­punkt:
9 Uhr Ein­gang Kloster­ru­ine, Kloster­straße 73a, 10179 Berlin
Ter­mine:
Juni: Do, 01.06.2017, Fr, 16.06.2017, Mi, 21.06.2017, Fr, 23.06.2017, Mi, 28.06.2017
Juli: Mi, 05.07.2017, Di, 18.07.2017
August: Mi, 09.08.2017, Do, 10.08.2017
Sep­tem­ber: Mi, 13.09.2017, Fr, 15.09.2017, Mi, 20.09.2017
Guide:
Clau­dia Wasow-Kania, Kun­sthis­torik­erin und -ver­mit­t­lerin, Kura­torin
Kosten:
Ein­tritt Märkisches Muse­um 30,00 Euro für die gesamte Schulk­lasse (Bezahlung an der Kasse des Märkischen Muse­ums)
Anmel­dung zur Führung:
direkt unter: cwasow@t-online.de oder mobil: 0175 – 699 4525


Führungen in der Ruine der Franziskaner Klosterkirche

Bild: © Robert Eck­stein

Sam­stag, 09.09.2017 – Führung, 11–12 Uhr

Im Fokus der Führung ste­ht die Nutzungs­geschichte der ehe­ma­li­gen Franziskan­erk­losterkirche sowie dessen Bedeu­tung als Zeug­nis früher sakraler Back­stein­gotik in Berlin. Während des Rundgangs wer­den aus­gewählte Arte­fak­te wie Form­steine und Grab­denkmäler erk­lärt.

Die kosten­lose Führung dauert ca. 60 Minuten und wird auf deutsch­er Sprache ange­boten.

Tre­ff­punkt ist die Anfang der 1980er Jahre von Fritz Cre­mer geschaf­fene Bronzeskulp­tur vor dem Hauptein­gang der Ruine der Klosterkirche.

Son­ntag, 10.09.2017 – Vor­trag, 11–12.30 Uhr

Als eines der let­zten erhal­te­nen Zeug­nisse der Grün­dungs­geschichte Berlins gehört die Ruine der Franziskan­er Klosterkirche zu den wichtig­sten Bau­denkmalen der Stadt. Im Rah­men eines Stu­di­en­pro­jek­ts im Mas­ter „Bauer­hal­tung“ an der Fach­hochschule Pots­dam arbeit­en Markus König und Christoph Tro­jok an einem dig­i­tal­en Mod­ell der Klosterkirche, mit dem ver­schiedene Bauzustände plas­tisch sicht­bar gemacht wer­den. Erste Ergeb­nisse präsen­tieren sie im Märkischen Muse­um anhand von Videoauf­nah­men. Anschließend wer­den Objek­te aus der Klosterkirche im Muse­um besichtigt und ein Spazier­gang zur Kloster­ru­ine unter­nom­men.

Tre­ff­punkt: 11 Uhr,  Märkisches Muse­um und anschließen­der Spazier­gang.

Eine Koop­er­a­tion mit der Stiftung Stadt­mu­se­um und der Fach­hochschule Pots­dam.

Son­ntag, 10.09.2017 – Führun­gen um 11 und 14 Uhr

Das Kloster­vier­tel, heute durch bre­ite Straßen vom übri­gen Stadtzen­trum abgeschnit­ten, über­rascht mit architek­tonis­ch­er Vielfalt: die Parochialkirche und das Alte Stadthaus in der Kloster­straße, das Gerichts­ge­bäude in der Lit­ten­straße und die Reste der mit­te­lal­ter­lichen Stadt­mauer an der Waisen­straße. Der Bebau­ungs­plan für den Molken­markt sieht vor, das Vier­tel aus sein­er baulichen Isolierung zu holen. Der Rundgang führt von der Ruine der Franziskan­er Klosterkirche ent­lang der Stadt­mauer und Großem Jüden­hof.

Tre­ff­punkt: jew­eils 11 und 14 Uhr, Ein­gang Klosterkirchen­ruine

Mit Gun­nar Nath (Lan­des­denkmalamt)