objects of the wind II

Mira Mann

Performance mit Domi Chansorn, Sascha Kunz, Yoo Ka Kim, Yeong-Cheol Jang, Han Kyul Limb, Sunjeong Park, Irene Markert, Hwa Cha Pak, Soo Ja Chung, Young Woo Lee, Kum Sun Kim, Ok Hi Kim & Chung Soon Lee

20. Juli 2024, 20:00 Freier Eintritt

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Mira Mann, objects of the wind, im Rahmen von Circulating Copies, IMAI 2024, Foto: STUDIO PRAMUDIYA / NPI.

Mira Manns Performance objects of the wind II kreist um Fragen transkultureller Beziehungen und der dadurch entstehenden Brüche zwischen Erfahrung und Erinnerung, Realität und Fiktion. Die Performance setzt Perkussionsklänge als eine Form des musikalischen Geschichtenerzählens ein: Schlagzeugsounds treffen auf koreanische Pungmul-Trommeln und erzeugen vielstimmige Klangbilder, die von Verlassensein, Trauer, Hingabe und Transformation erzählen.

Dabei verwebt Mira Mann Trommelrhythmen, Motive des koreanischen Pansori, traditionellen Tanz sowie Call-and-Response-Elemente, um Resonanzräume für kollektive Erinnerung, diasporische Erfahrung und mythologische Erzählung zu entwerfen. Durch Rhythmus, Gesang und Bewegung werden Räume des Zusammentreffens unterschiedlicher Zeitlichkeiten imaginiert.

Neben dem Schlagzeuger Domi Chansorn arbeitet Mira Mann mit zwei Berliner Perkussions-Ensembles zusammen, darunter der Verein Koreanischer Krankenschwestern, -pfleger sowie Krankenpflegehelfer*innen. Der 1972 gegründete Verein ist eine der ältesten migrantischen Selbstorganisationen in Berlin, gegründet von Krankenschwestern aus Korea, die zunächst als Vertragsarbeiterinnen nach Berlin kamen. Ein weiteres Ensemble spielt Samulnori, ein Genre, das sich als Bühnenform aus dem Pungmul entwickelte und aus vier Perkussionsinstrumenten besteht, welche die vier Wetterelemente Regen, Wind, Blitz und Wolken symbolisieren.

Biografien

Mira Mann war zuletzt in Ausstellungen bei Shmorévaz, Paris (2024), in der Kunsthalle Fribourg (2024), im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen (2023) und im Brücke Museum Berlin (2022) vertreten. Performances realisierte Mann zuletzt bei IMAI Düsseldorf (2024), im Kunstverein Bielefeld sowie bei de Appel Amsterdam (beide 2022).
Mira Mann lebt in Düsseldorf.

Domi Chansorn erhielt mit 14 sein erstes Stipendium als Schlagzeuger in New York City und widmet sich seitdem professionell als Instrumentalist, Komponist und Produzent der Suche nach dem Unbekannten und Spirituellen.

Der Verein Koreanischer Krankenschwestern und -pfleger sowie Krankenpflegehelferinnen und -helfer e.V. wurde am 30. September 1972 gegründet und ist damit eine der am längsten bestehenden migrantischen Selbstorganisationen in Berlin. Kamen die Krankenschwestern aus Korea zunächst für einige Jahre als Vertragsarbeiterinnen, entschieden sich viele von ihnen, dauerhaft zu bleiben. Seit 1997 hat der Verein, der ca. 300 Mitglieder zählt, ein Büro im Interkulturellen Haus in Schöneberg gemietet. Seit 2021 ist Frau Young Woo Lee die Vorsitzende des Vereins. Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind Kultur und Bildung.

Irene Markert, Yoo Ka Kim, Sascha Kunz, Limb Han Kyul, Jang Yeong-Cheol und Park Sunjeong haben sich 2023 in Berlin zusammengeschlossen, um gemeinsam Samulnori zu spielen und treffen sich regelmäßig in Neukölln. Sie sind unter anderem in Berlin, Neapel aufgetreten.

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